Mzcheta, alte Hauptstadt Georgiens

Zur Stadtgeschichte

Mzcheta, alte Hauptstadt Georgiens, liegt in der Region Mzcheta-Mtianeti im Osten Georgiens, 20 km von Tbilissi entfernt. Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass Mzcheta und seine Umgebung bereits in der mittleren Bronzezeit (III. Jahrtausend v. Chr.) und in der späten Bronzezeit (II. Jahrtausend v. Chr.) dicht besiedelt waren.

Der Legende nach wurde die Stadt vom Ethnarchen Mzchetos gegründet. Im IV. Jahrhundert v. Chr. erklärte König Parnawas Mzcheta zur Hauptstadt. Innerhalb von 800 Jahren bis zum Ende des 5. Jahrhunderts war Mzcheta das politische Zentrum des Königreichs Kartli. Zu Beginn des VI. Jahrhunderts verlegte Datschi, der Sohn von Wachtang Gorgassali, die Hauptstadt von Mzcheta nach Tbilissi. Mzcheta hat seine politische Bedeutung verloren, obwohl es ein religiöses Zentrum geblieben ist.

Mzcheta, alte Hauptstadt Georgiens, Swetizchoweli-Kathedrale
Swetizchoweli-Kathedrale
Im Stadtzentrum Mzcheta
Im Stadtzentrum Mzcheta
Mzcheta, alte Hauptstadt Georgiens, Kapelle der Hl. Nino
Kapelle der Hl. Nino

Der Legende nach predigte Nino, eine Missionärin aus Jerusalem, zu Beginn des IV. Jahrhunderts in Mzcheta das Christentum. 326 nahm Mirian III. eine neue Religion an und das Christentum wurde zur Staatsreligion. Im frühen Mittelalter gab es einen aktiven Wiederaufbau von Kultgebäuden in der Stadt. Die Klöster von Samtawro, Dschwari und Antiochia wurden in dieser Zeit gebaut.

Mitte des VII. Jahrhunderts überfielen die Araber die Stadt und zerstörten die Festung Armasi. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt durch die mongolische Invasion zerstört. Die Bedeutung von Mzcheta nahm allmählich ab und nach dem Beitritt des Königreichs Kartli zu Russland war es ein kleines Dorf innerhalb des Bezirks Duscheti.

Auf dem Gebiet der Stadt gibt es zahlreiche Denkmäler von historischer und kultureller Bedeutung. Kulturdenkmäler von Mzcheta sind in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes enthalten. Die Region zeichnet sich auch durch die Schönheit der Natur aus. Die vielfältige Kultur und die wundervolle Aussicht auf verschiedene Zeiten lassen niemanden gleichgültig und ziehen viele Touristen an.

Geographie & Natur

Die Region zeichnet sich durch eine Vielzahl natürlicher Ressourcen aus. Das Gebiet von Mzcheta ist eine Tief- und Mittelgebirgsregion. Sein östliches Ende heißt Armasi-Kamm und ist 1125 m hoch. Mzcheta zeichnet sich durch eine vielfältige Flora und Fauna aus. Auf dem Territorium fließt der Fluss Mtkwari, dessen Hauptzuflüsse Chekordzula, Aragwi und Digmiszkali sind. Es gibt auch Seen in der Region. Das Naturschutzgebiet Saguramo umfasst kaukasische Hirsche, Rehe, Braunbären, Wölfe, Füchse, Luchse, Kaninchen, Otter und vieles mehr. Es gibt auch Seen in der Region, wie z. B. Zodoreti und Tschili.