Europäische Architektur, Route 2

Im 18. Jahrhundert war die Stadt ein dominierendes orientalisches, insbesondere iranisches Phänomen. Im 19. Jahrhundert erschien russische und europäische (insbesondere deutsche) Bevölkerung. Die Schaffung eigener Bräuche und städtischer Umgebungen verlieh der Stadt ein völlig anderes Aussehen. Es ist bemerkenswert, dass die seit Jahrhunderten bestehenden orientalischen Traditionen lange erhalten geblieben sind und der begonnene Europäisierungsprozess sich langsam intensiviert hat. Das hatte Einfluss auf die Architektur von Tbilissi.

Kote Mardschanischwili-Theater

Europäische Architektur, 
Mardschanischwili-Theater
Mardschanischwili-Theater © Georgian Travel

Dieses ehemalige öffentliche Haus in Mardschanischwili-Straße 8 wurde auf Initiative des georgischen Geschäftsmanns Konstantine Subalaschwili nach dem Entwurf des Architekten S. Kritschinsky aus St. Petersburg erbaut. Trotz der mehrfachen Rekonstruktionen hat das Gebäude viele ursprünglich modernistische Elemente beibehalten, einschließlich der Fassade.

Zentrale von TBC-Bank

Das 1913 nach dem Entwurf des Architekten Aleksander Rogosky erbaute Gebäude in Mardschanischwili-Straße 16 diente ursprünglich als Quartier der kaukasischen Offiziers-Wirtschaftsgesellschaft. Das Gebäude hat eine beeindruckende Kuppel und ist ein gutes Beispiel für modernistische Architektur.

Hl. Peter und Paul Kirche

Die Kirche wurde in den Jahren 1870-1877 mit finanzieller Unterstützung des Geschäftsmanns Konstantine Subalaschwili und der architektonischen Gestaltung von Albert Salzmann erbaut. Seine Gemeinde bestand hauptsächlich aus den Polen, die nach dem Polnischer Aufstand ins Exil nach Georgien kamen. Bemerkenswert ist auch die Kirche, in der Papst Johannes Paul II. während seines Besuchs in Tbilissi im Jahr 1999 seine Messe hielt. Die Architektur folgt dem Trend, der in römischen Kirchen im frühen Barockstil vorherrscht, nämlich der Kirche Il Gesu in Vignola.

Staatliches Puppentheater Tbilissi

Das ehemalige Wetzel Hotel auf dem Agmaschenebeli-Prospekt 17 wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach dem Entwurf des Architekten Leopold Bilfeld erbaut. Es gehörte dem Kaufmann Friedrich Wetzel. Die Architektur folgt hauptsächlich dem deutschen Barockstil.

Ehemaliges Kinotheater Apollo

Europäische Architektur, Kinotheater Apollo
Kinotheater Apollo

Das Gebäude auf dem Agmaschenebeli-Prospekt 135 war eines der ältesten in Tbilissi, in dem ein Kino der Stadt untergebracht war. Das 1909 eröffnete Gebäude ist ein gutes Beispiel für modernistischen Stil mit seinen reich verzierten Fassaden- und Innendekorationen.

Kunstpalast

Das Museum in Kargareteli-Straße 6 wurde 1895 nach dem Entwurf des Architekten P. Stern erbaut. Seine Architektur umfasst gotische und klassizistische Elemente.

Öffnungszeiten: Täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr

Magnetische meteorologische Beobachtung

Das Observatorium auf dem Agmaschenebeli-Prospekt 150 wurde auf Initiative des deutschen Astronomen Arnold Moritz errichtet. Das Hauptgebäude wurde 1858 vom Architekten Otto Simonson entworfen und ist ein beispielhaftes Stück des klassizistischen Stils. In 1970 wurde das Observatorium in ein Museum für Geophysik umgewandelt.

Weitere Sehenswürdigkeiten: