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Eine Lücke in der Literatur über Georgien ist seit kurzem geschlossen. Das erste Kochbuch mit Rezepten georgischer Küche in deutscher Sprache ist im Herbst 2004 im Mandelbaum Verlag erschienen.
Wer die georgische Küche schon einmal genießen durfte, der kennt Chatschapuri und vielleicht die arbeitsaufwändigen Chinkali, sicher Saziwi. Die Vielfalt und regionale Gliederung der Küche ist vielen Besuchern unserer Seite bekannt. Probleme bereitet es aber, die Gerichte in Deutschland nachzukochen. Denn zum einen fehlen die Zutaten, Maismehl z. B. für Brot enthält in Deutschland weniger Stärke und ergibt kein haltbares Brot.
Zum anderen sind die Mengenangaben anders als in Deutschland. Traditionell mißt man in Georgien in Volumenmaßen: 1 Glas Zucker, 3 Glas Mehl. Hier schafft das Kochbuch der in Österreich lebenden Autorin Nana Ansari Abhilfe. Sie führt in ihrem Buch 150 Rezepte auf, die man nun mit den üblichen Maßangaben in mL und Gramm nachkochen kann. Damit deckt die Autorin einen Großteil der georgischen Küche ab.
Aber mit dem leiblichen Wohlbefinden allein ist es nicht getan. In mehreren Artikeln wird dem Leser die georgische Geschichte in einem kurzen Überblick näher gebracht. Am Ende des Buches steht eine Einführung in die Supra. Das Buch erklärt, wie eine georgische Tafel abgehalten wird, welche Regeln es gibt und welche Verhaltensweisen man an den Tag legt. Diese Beschreibungen runden den kulinarischen Teil ab.
Einen Nachteil hat das Buch allerdings. Einband und Seiten eignen sich gut für das Lesen im Sessel, in der Küche hat das Material allerdings Nachteile. Wer die Seiten mit mehlbestäubten oder ölgetränkten Fingern umblättert, hinterläßt bleibende Spuren auf dem Papier. Hier wäre eine schmutzabweisende Beschichtung besser gewesen. Aber vielleicht ist das etwas für die nächste Ausgabe.
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