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Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Stadtbaugeschichte und Architektur Tbilisis war bis in die jüngste Zeit für die westliche Forschung weitgehend unbekannt. Bis zur Auflösung der Sowjetunion 1991 fanden diese Untersuchungen in der georgischen Forschung ihren Niederschlag in typischen Standardwerken wie etwa den in georgisch und russisch verfassten Abhandlungen von W. Beridze, T. Kwirkwelia oder W. Tsintsadze. Erst in der jüngsten Vergangenheit erscheinen auch Publikationen in europäischen Sprachen, die sich mit den Relikten der Profanarchitektur Tbilisis, vor allem der des 19. Jh. beschäftigen. Im vorliegenden, zweisprachigen (deutsch/georgisch) Architekturführer Tbilisi wird zum einen ein aktueller Überblick über den gesamten, für Tbilisi charakteristischen Gebäudebestand sowohl in funktionstypologischer als auch in chronologischer Hinsicht vermittelt; zum anderen soll er als Grundlage für eine stadtteilbezogene Inventarisation erhaltenswerter Bausubstanz in Form von Denkmaltopographien dienen.
Der Architekturführer Tbilisi ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit im Rahmen des GTZ-Projektes "Landmanagement Georgien" zwischen der Landeshauptstadt Saarbrücken, Baudezernat/Denkmalpflege, ihrer Partnerstadt Tbilisi, Department of Architecture and City Development, und der Technischen Universität Kaiserslautern, Lehrstuhl für Ortsplanung. Die Texte stammen von Maia Mania (Architektur des Mittelalters, des 19./Anfang 20. Jh.), Josef Baulig (Einführung, sowjetrussische Architektur, Gegenwartsarchitektur) und Karl Ziegler (Stadtbauhistorische Entwicklung); Die Photos fertigte Hans Mildenberger an. Die Übersetzungen erfolgten durch Ia Schanidze. Als Herausgeber fungieren die Landeshauptstadt Saarbrücken und die Technische Universität Kaiserslautern.
Josef Baulig, Maia Mania, Hans Mildenberger, Karl Ziegler
Architekturführer Tbilisi (deutsch/georgisch)
178 Seiten mit 281 farbigen Abbildungen; Format 105 x 210 mm
1. Auflage Saarbrücken 2004; ISBN 3-936890-39-0
Preis 19,00 €; erhältlich im Buchhandel
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