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Reisen in und nach Georgien - Allgemeine Informationen
Allgemeine Hinweise
Das Stromnetz
arbeitet nach den gleichen Standards wie in Deutschland.
Sie können flache zweipolige Stecker verwenden.
Die Netzspannung liegt bei 220 Volt, die Frequenz
bei 50 Hz.
Denken Sie aber daran, daß es gerade im
Winter zu mehrstündigen Stromabschaltungen
kommen kann. Entsprechend sind Akkurasierer und
Laptops mit Pufferung zu empfehlen.
Reisehinweise zu Georgien
Sicherheitshinweise
Unverändert gültig seit 14.08.2000
Das Auswärtige Amt weist auf ein Sicherheitsrisiko
bei Reisen nach Georgien hin. Am 13.10.1999 wurde
eine 7-köpfige Militärbeobachtergruppe
von UNOMIG im Kodori-Tal entführt. Die Geiselnahme
konnte wenige Tage später unblutig beendet
werden. Es wird dringend von Reisen in die nicht
unter Kontrolle der georgischen Regierung stehenden
Gebiete Abchasien und Süd-Ossetien abgeraten.
Insbesondere in Abchasien droht Gefahr durch verminte
Straßen und Überfälle bewaffneter
Banden. Aufgrund der hohen Zahl von Flüchtlingen
und der damit verbundenen sozialen Spannungen
sowie der Nähe des Konfliktgebiets besteht
daneben ein erhöhtes Risiko von Übergriffen
auf Ausländer auch in WestSamegrelo
(Hauptorte Sugdidi und Zalendshicha). Von Reisen
in die Grenzregionen zu Tschetschenien und
Dagestan (im Nordosten Georgiens) wird ebenfalls
abgeraten.
Reisen in die abgelegene Bergregion Swaneti erfolgt
auf eigene Gefahr, bewaffnete Überfälle
stellen ein erhebliches Risiko dar. Reisen ins
übrige Landesinnere sind grundsätzlich
möglich.
Die Nutzung des georgisch-russischen Grenzübergangs
Kasbegi (an der großen Heerstraße
Tiflis – Wladikawkas) ist nicht zu empfehlen,
da er in unregelmäßigen Abständen
gesperrt und die Straße teilweise in schlechtem
Zustand ist. Von der Einreise bei Sotschi (Rußland)
über das im westgeorgischen Abchasien liegende
Suchumi wird wegen der gefährlichen Sicherheitslage
in diesem Landesteil dringend abgeraten.
a die Sicherheitslage sich schnell ändern
kann, sollten Reisende die Situation beobachten
und sich in Zweifelsfällen bei der deutschen
Botschaft in Tiflis (Tel.: 00 995 32 - 95 09 36
oder 94 00 03) nach dem letzten Stand erkundigen.
Das Auswärtige Amt rät dringend, auf
Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung
zu achten. Reisehinweise beruhen auf den zum angegebenen
Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig
eingeschätzten Informationen des Auswärtigen
Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit
und Vollständigkeit sowie eine Haftung für
eventuell eintretende Schäden kann nicht
übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft
unübersichtlich und können sich rasch
ändern. Verweise auf Reisehinweise in den
Geschäftsbedingungen von Reiseveranstaltern
sind für das Auswärtige Amt nicht verbindlich.
Auswärtiges Amt, Referat 040, 11013 Berlin,
Tel. (01888) 17-0, Fax (01888) 17-3402
Reisezeiten
Die besten Reisezeiten sind April bis Juni sowie
September und Oktober. Der Hochsommer ist wegen
der großen Hitze weniger angenehm. Auch
die Wintermonate sind wegen der in den meisten
Gebäuden unzureichenden Beheizungsmöglichkeiten
und der unzureichenden Stromversorgung weniger
zu empfehlen.
Bei Aufenthalten von über zwei Wochen schreibt
das georgische Gesetz eine Registrierung bei der
zentralen Ausländerbehörde in Tiflis,
Vanistraße 4 (abgehend von der Zereteli-Ave.)
vor.
Bei Aufenthalten in Tiflis und anderen größeren
Städten sollten Reisende die selben Sicherheitsvorkehrungen
beachten, die auch in Deutschland angewandt werden,
d.h. besondere Vorsicht auf Märkten und bei
Menschenansammlungen (Taschendiebstähle),
Meidung verlassener Straßen und Parks bei
Dunkelheit, etc..
Beim Besuch entlegener Gegenden ist für
Reisende ohne georgische oder russische Sprachkenntnisse
sprach- und ortskundige Begleitung zu empfehlen.
In Swanetien und anderen entlegenen Bergregionen
wird vom Zelten abgeraten. Die schlechten Straßenverhältnisse
und die von westeuropäischen Verkehrsgewohnheiten
abweichende Fahrweise bedeuten eine erhöhte
Unfallgefahr im Straßenverkehr.
Währung und Umtausch
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| Der 5-Lari-Schein |
Die Landeswährung
ist der Lari (GEL). Ein Lari sind 100 Tetri. Lari
ist ein altgeorgisches Wort für Geld. Tetri
bedeutet "weiß" und war der Name
der Silbermünzen in Kolchis.
Die georgische
Währung gibt es seit 1994. Anfang 2000 betrug
der Wechselkurs des Lari zur DM faktisch 1:1.
Die beliebtesten Währungen sind US-Dollar
und die Deutsche Mark, die man problemlos umtauschen
kann. Andere Währungen werden nur von den
Banken akzeptiert. Für die Fahrten in Landesinnere,
besonders in die Bergregionen sollte man ausreichend
Lari mitnehmen, weil die anderen Währungen
nicht gefragt sind.
Geld- und Kreditkarten werden bisher in den großen
Hotels akzeptiert. Am beliebtesten sind VISA und
Mastercard, unter den Traveller Schecks Thomas
Cook und American Express. Einige Banken sind
seit kurzem an das internationale Geldkartensystem
angeschlossen und verfügen über Bankautomaten;
unter ihnen die Absolutbank, die Intellectbank,
die Tbilcredditbank und die Tbilcombank. Geldüberweisungen
sind über Western Union und einige Banken
möglich.
Medizinische Hinweise
Vorgeschriebene Impfungen gibt es nicht. Auch
die Vorlage von ärztlichen Attesten (z.B.
HIV-Negativbescheinigung) wird nicht verlangt.
Vor einer Reise nach Georgien sollte aber erforderlichenfalls
der Impfschutz gegen Diphterie, Polio und Tetanus
aufgefrischt werden. Als weitere Schutzimpfung
wird die Hepatitis-A- und B-Impfung
empfohlen. Bei Trekking-Reisen oder Daueraufenthalten
sollte auch Impfschutz gegen Tollwut erwogen werden.
Ständig benötigte Medikamente und die
übliche Reiseapotheke (Schmerz-, Durchfall-,
Erkältungsmittel, Salben gegen Insektenstiche
etc.) sollten mitgebracht werden. Im Sommer besteht
aufgrund der höheren Temperaturen und der
mit mehr Öl als in Deutschland zubereiteten
Speisen ein leicht erhöhtes Risiko von Durchfallerkrankungen.
Wegen der zunehmenden Häufigkeit von Tuberkuloseerkrankungen
in Georgien kann ein erhöhtes Ansteckungsrisiko
für Reisende nicht ausgeschlossen werden.
Sonstige besondere Erkrankungsrisiken sind nicht
bekannt. Empfehlungen hinsichtlich zu meidender
Speisen bestehen nicht.
Leichte Erkrankungen können in Georgien
behandelt werden. Im Sheraton Hotel befindet sich
ein nach westlichen Standards ausgebildeter Arzt
in Bereitschaft. Erforderlichenfalls kann ferner
auf die private Gemeinschaftspraxis Curatio mit
überwiegend englischsprachigem Personal (Tel.:
96 86 79, in Notfällen 901 oder 901 111)
oder den britischen Arzt Dr. David Cook (Tel.:
25 19 48) zurückgegriffen werden. Ein weiterer
qualifizierter Rettungsdienst mit englischsprachigem
Personal ist unter der Nummer 009 zu erreichen.
Operative Eingriffe und komplizierte Zahnbehandlungen
sollten besser in Deutschland durchgeführt
werden, da die Ausstattung der meisten georgischen
Krankenhäuser mit Geräten, Verbrauchsgütern
und Medikamenten unzureichend ist. Mitgliedschaft
in Flugrettungsvereinigungen ist zu empfehlen.
Krankenversicherung
Es gibt zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Republik Georgien kein Abkommen zur Krankenversicherung.
Dies bedeutet, daß die Anforderungsscheine
für einen Krankenbehandlung im Ausland nicht
gelten. Für die Kosten einer Behandlung muß
man in der Regel selbst aufkommen.
Zu diesem Zweck bieten
viele Krankenkassen allerdings eine recht preiswerte
private Zusatzversicherung an, mit der man in
diesem Falle versichert ist. Sollten Kosten für
eine Behandlung oder einen Krankentransport anfallen,
so können Sie die Rechnung nach Ihrer Rückkehr
bei der Versicherung einreichen und bekommen sie
nachträglich erstattet.
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