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Der Kaukasus
Die Gebirgsysteme, die Georgien sein Gepräge geben,
haben sich in unterschiedlichen Phasen der Erdgeschichte
entwickelt. Den Kaukasus auf dem georgischen Staatsgebiet
kann man grob in den Großen und den Kleinen Kaukasus
unterteilen.
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Physische
Übersicht Georgiens
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Der Kleine Kaukasus hat mehrere
Phasen der Auffaltung hinter sich. Seinen westlichen
Teil bildet das Meßchetische und das Trialetische
Gebirge, sie bestehen aus gefalteten Sedimentgesteinen
des Alttertiärs und der Oberkreide, sind somit
ca. 60 bis 80 Millionen Jahre alt. Die Gesteine des
zentralen und östlichen Teils des Kleinen Kaukasus
sind im Jura vor ca. 160 Millionen Jahren entstanden.
Anzeichen ehemaliger vulkanischer Aktivität finden
sich im Kleinen Kaukasus mit erstarrtem Magma, daß
die Faltungen durchsetzt. Seine Höhenzüge
sind durch die Erosion gerundet. Erst mit der Bildung
des Großen hat sich der Kleine Kaukasus auf die
heutige Höhe von 3000 - 3700 Metern gehoben.
Der Große Kaukasus ist
erdgeschichtlich erheblich jünger. Er entstand in
der Zeit der alpidischen Gebirgsfaltung in mehreren Phasen,
am Übergang vom Tertiär zum Pleistozän
vor etwa 2 Millionen Jahren. In seinem zentralen Teil
besteht er aus einem Granitkern, der nach Osten hin untertaucht.
Um den Kern herum liegt ein Mantel aus Schiefer. Dieser
bildete sich durch Metamorphose von Erstarrungs- und Sedimentgesteinen
unter Einfluß von Temperatur und Druck.
Der Große Kaukasus läßt sich noch
einmal unterteilen in den Zentralkaukasus und den Ostkaukasus.
Die Grenze zwischen beiden Teilen ist der Terek-Durchbruch,
durch den sich die Trasse der Georgischen Heerstrasse windet.
Daß die Gebirgsbildung auch heute noch nicht ganz
abgeschlossen ist, erkennt man an der Häufigkeit von
Erdbeben, von denen ja besonders die Türkei in den letzten
Jahren schwer betroffen war, sowie an den zahlreichen
Mineral- und Thermalquellen.
Surami-Gebirge und Flußniederungen
Der Kaukasus drückt Georgien in der Geologie den
wichtigsten Stempel auf. Weiter geologische Elemente
des Landes sind von dreier Art. Das Surami-Gebirge verbindet
den Kleinen und Großen Kaukasus miteinander und
bildet die Wasserscheide des Abflußregimes der
georgischen Flüsse. Nach Westen und nach Osten
hin bestimmen die Tiefländer des Sioni bis zum
Schwarzen Meer und der Mtkwari bis zum Kaspischen Meer
die Bildung der Landschaft.
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