Tradition
Der Weinbau hat in Georgien eine
Tradition, die Jahrtausende in die Vergangenheit zurückreicht.
In Westgeorgien wird Wein ebenerdig in Plantagen angebaut,
in Ostgeorgien eher auf den Berghängen. Entsprechend
werden dort sehr viele verschiedene Weine gekeltert,
die ihren eigenen Charakter haben. Weiteres können
Sie im Kapitel Weinbau nachlesen.
Die verschiedenen Weine Georgiens
zu beschreiben würde den Rahmen dieser Internetpräsenz
sprengen und wäre doch nur das halbe Vergnügen,
da virtuelles Verkosten nicht den Reiz des realen Genusses
bieten kann.
Das Problem der
Fälscher
Russische Kriminelle füllen
nicht nur Wodka illegal ab. Sie kleben auch die Etiketten
Georgischen Weines auf Flaschen, die andere Billigweine
enthalten. So hatte in Ordschenikidse in Südrussland
ein Werk in einem Monat 400 000 Flaschen Tsinandali
abgefüllt und wurde geschlossen, hat aber an anderer
Stelle die illegale Produktion gleich wieder aufgenommen.
Ähnliche Probleme gibt es mit Weinpanschern aus
Bulgarien, Moldawien und Ungarn.
Der
Mathematikprofessor Georgi Arsenischwili wurde vom Präsidenten
Schewardnase zum Gouverneur von Kachetien ernannt. Er
streitet seit Jahren in Georgien und bei Reisen im Ausland
gegen die Fälschungen und wirbt für das Original.
Allerdings meistens vergeblich. In Moskau, immer noch
dem grössten Markt für georgischen Wein, wird
in bis zu neunzig Prozent aller Fälle unter dem
richtigen Etikett der falsche Wein verkauft.
Um den Fälschern das Handwerk schwer zu machen, importieren
die Chefs der Georgia Wine & Spirits (GWS), eines Weinwerks
in Telawi, alle Verpackungsstoffe aus dem Ausland: aus
Frankreich die Flaschen, aus Portugal die Korken, aus
Italien die Etiketten und die farbigen Halsverschlüsse
mit dem Wappenzeichen, einem springenden Pferd mit geflügeltem
Reiter.
Die teuren Importstoffe, die
amerikanischen Weinfilter und die deutsche Abfüllanlage
können sich die Georgier freilich nur leisten,
weil eine Tochterfirma des französischen Pernod-Ricard-Konzerns
die Mehrheit übernommen und einige Millionen Dollar
in das Gemeinschaftsunternehmen investiert hat. Seit
ihrer Gründung hat sich die GWS, selbst nach dem
übereinstimmenden Urteil der Konkurrenz, an die
Spitze der georgischen Weinproduzenten gesetzt. Neunzig
Prozent der dreieinhalb Millionen Liter Jahresproduktion
gehen in den Export.
Georgischer
Wein in Deutschland?
Oft fragt man die Autoren dieser
Seite nach Bezugsquellen für georgischen Wein.
Man bekommt einzelne Flaschen in den Geschäften,
die auch russische Waren verkaufen und meist unter dem
Namen "Samowar" firmieren. Der Export georgischen
Weines nach Deutschland gestaltet sich kompliziert.
Von den 400 Rebsorten, die in Georgien wachsen, sind
lediglich 14 für den Export in die EU zugelassen.
Grund dafür ist ein Gesetz aus den Zeiten der Sowjetunion,
eine Initiative zur Gesetzesänderung liegt seit
dem Jahr 2000 beim georgischen Parlament und wird dies
in Zukunft wahrscheinlich ändern.
Bezugsadressen
Seit Sommer 2003 gibt es nun endlich
die Möglichkeit, georgische Weine im Internet anzusehen
und zu bestellen. Der Versandhandel Gourmantis bietet
aber nicht nur Weine, sondern auch diverse andere Köstlichkeiten
aus der georgischen Küche an: Tee, Adshika, Gewürze
und vieles mehr. Das Angebot von Gourmantis finden Sie
auch auf unserer Webseite Georgien Shop.
Mehr erfahren Sie unter