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Georgische Küche
Fleisch
und Fisch
In der georgischen Küche
spielt das Fleisch eine große Rolle. Es gibt beliebte
Gerichte aus Schwein,. Rind oder Hammel, dazu kommen
Hirsche, Bergziegen, Hasen, Kaninchen, Wachteln und
Fasanen. Die Nutztiere werden meist im Freien gehalten,
was ihnen das Füttern mit künstlicher Nahrung
erspart. Dazu kommt Fisch aus dem Schwarzen Meer oder
den Flüssen und Seen der kaukasischen Berge.
Georgische Gerichte unterscheiden
sich in jeder Provinz geschmacklich voneinander. Auch
manche Fische gibt es nur in einem einzigen Fluß.
Man kann eine grobe Unterscheidung bezüglich der
Regionen treffen: Westgeorgier mögen es recht pikant
und bevorzugen Schweinefleisch, Ostgeorgier lieben es
eher mild und essen Rind- bzw. Hammelfleisch.
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| Georgische Speisen |
Getreide und Gemüse
Das wichtigste Getreide in
Westgeorgien ist Mais, im Osten wird vor allem Weizen
angebaut. Sehr verbreitet sind Gerichte mit Auberginen
sowie aus grünen oder roten Bohnen (Lobio), die
mit besonderen georgischen Gewürzen
zubereitet sind.
Saucen
Zu den scharfen Saucen
gehören z.B. Tkemali (aus Mirabellen) oder Adshika
(aus geriebenen roten Peperoni), gewürzt mitverschiedenen
Kräutern. Sie passen zu Geflügel, Fisch und
Fleisch. Ein scharfes Gewürz ist Adschika. Es wird
aus geriebenen roten und grünen Peperoni, Salz,
Kräutern und Knoblauch zubereitet. Dieses Gewürz
stammt ursprünglich aus Samegrelo und kann sehr
scharf sein. Man sollte also erst die Schärfe überprüfen,
bevor man sein Essen mit Adschika mischt!
Gerichte
Einige Gerichte sind
im gesamten Land verbreitet. So erhält man überall
das Chatschapuri,
eine Art Käsebrot das aus einem Hefe- oder Blätterteig
aus Weizen und Käse besteht. Es schmeckt am besten,
wenn es in der Pfanne gebacken ist.
Beliebt und mit einiger Arbeit
bei der Zubereitung verbunden sind Chinkali
- Teigtaschen, gefüllt mit Hackfleisch, gehackten
Zwiebeln, und mit ausreichend Pfeffer gewürzt.
Bei ihrer Zubereitung wird der Teig ausgerollt und in
runde Stücke ausgeschnitten. Das Fleisch wird mit
den Zwiebeln vermischt. Dann wird der Teig von der Seite
nach oben gerollt und Segment für Segment oben
verschlossen. Die Taschen kommen sofort in kochendes
Wasser und werden rund eine Viertelstunde gar gekocht,
mit Pfeffer bestreut und gegessen. Dazu paßt Joghurt
oder Tkemali.
Ein weltweit berühmtes
Fleischgericht ist unterseinem russischen Namen "Schaschlik"
bekannt geworden. In Georgien heißt der Spieß
mit richtigem Namen Mzwadi, seine Heimat ist Kacheti.
Das Fleisch wird 12 bis 14 Stunden lang eingelegt. Die
Marinade besteht aus trockenem Wein oder verdünntem
Essig, Salz, Pfeffer, Zwiebeln und Gewürzen, zu
denen Koreander gehört. Danach wird das Fleisch
über offenem Feuer gegrillt und dabei mit trockenem
Wein beträufelt.
Zu den beliebtesten Gerichten gehört zum Beispiel
auch - Saziwi,
die aus fein geriebenen Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern
und Walnüssen hergestellt wird und ihre Reize besonders
als Beigabe zu kalten Hühner- oder Putenfleisch
entfaltet.
Desserts
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| Tschurtschchela |
Für den Nachtisch gibt
es einige Desserts. Pelamuschi
ist Traubensaft, der mit Maismehl gekocht wird. Das
Mehl quillt auf, nach dem Abkühlen erhält
man ein Dessert, das eine ähnliche Konsistenz wie
Pudding aufweist. Diese Köstlichkeit kann man auch
in Deutschland mit Traubensaft und Polenta nachkochen.
Dies ist typisch für Kartli und Westgeorgien. In
Kacheti nimmt man Weizenmehl statt des Maismehls, das
Dessert nennt man dann Tatara.
Tschurtschchela
ist eine andere typisch georgische Süßigkeit.
Man bindet Haselnuß- oder Walnußkerne auf
eine Leine und taucht sie in Traubensaft, der mit Mais-
oder Weizenmehl angedickt ist, genauso wie Pelamuschi.
Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sich eine
dünne Schicht über die Nüsse gelegt hat.
Brot
backen
Das für Westgeorgien
typisches Brot ist Maisbrot, sog. Mschadi, das gewöhnlich
mit einem Mozarella - ähnlichem Käse, dem Sulguni
gegessen wird.
Typisch georgisches Brot wird
aus Hefeteig zubereitet. Das Backen geschieht auf landestypische
Art: Die dickwandigen Tongefäße, die Tone,
werden zu zwei Dritteln in der Erde vergraben. In ihnen
zündet man Holzscheite an, die Hitze speichert
sich in der Wand. Der Bäcker beugt sich nun tief
in den Hohlraum und klatscht den Teig mit exaktem Schwung
an die Innenwand, wo das Brot gebacken wird.
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