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Kutaissi
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| Zentrum von Kutaissi |
Die Stadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Archäologische Forschung hat im Stadtgebiet Funde ans Tageslicht gebracht, deren älteste Stücke aus der Altsteinzeit stammen. Eine erstmalige Erwähnung Kutaissis findet sich in dem Poem "Argonautika" von Appolonios von Rhodos aus dem 3. Jahrhundert vor Chr. Nach ihm verweisen auch andere antike Autoren auf eine Stadt namens Kutaia als Residenz der kolchischen Könige. Den Fluß Rioni nannten die Griechen Phasis, der dem Fasan seinen Namen gab.
Das antike Kutaissi besaß auf dem Ukimerioni eine Akropolis, die von einer Bastion geschützt wurde. Diese war ebenso wie die ihr zu Füßen liegende Unterstadt von Mauern und Türmen umgeben. Im 8. Jh., als die Araber Tbilissi eroberten, zwangen sie König Artschil, die georgische Hauptstadt an den Rioni zu verlegen. Aber Kutaissi war nur Behelfshauptstadt und mußte sich ab dem 12. Jh. von seiner Vormachtstellung verabschieden, als Dawit der Erbauer Tbilissi zurückeroberte und mit seinem Hofstaat an die Mtkwari zog.
Kutaissi blieb Mittelpunkt des Königreiches von Imereti. Die imeretischen Könige verlegten ihre Residenz in einen von drei Seiten von Mauern und an der Flanke vom Rioni eingefaßten Palast. Dieser trug die poetische Bezeichnung "Okros Tschardachi", auf Deutsch "Goldenes Zelt".
Im Jahr 1666 eroberten die Osmanen Kutaissi. Sie hielten die Stadt mehr als ein Jahrhundert lang besetzt. Auf ihre Kosten ging unter anderem die Sprengung des Königspalastes und der Kathedrale Bagrat III. Später im Jahre 1769 vertrieb ein russisches Korps auf Bitten des imeretischen Königs Solomon I. die Türken aus der Stadt. Jedoch war dies kein allzu guter Tausch. Denn was die Türken nicht zerstört hatten, fiel den russischen "Befreiern" zum Opfer. Sie schleiften die alte Bastion von Ukimerioni mit ihren einst 20 Metern hohen Mauern und den sieben stattlichen Ecktürmen und sprengten alle anderen Befestigungsanlagen in die Luft. In der sowjetischen Zeit entwickelte sich Kutaissi dann zu einem industriellen Zentrum.
Sehenswürdigkeiten in Kutaissi
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| Bagrati - Kathedrale |
Als eindrucksvollste Sehenswürdigkeit in Kutaissi ist die Ruine der Kathedrale "Maria Entschlafen" zu nennen. Man erreicht ist die Anlage über einen schmalen Fußweg, der rechts von der Kettenbrücke inmitten grüner Garten den Hang hinaufführt. Gebaut wurde die Kathedrale 1003. Die Kuppel und das Dach wurden von den Türken zerstört . So präsentiert sich der Innenraum in stolzer Feierlichkeit, leider ist er heute für den Besucher nicht zugänglich. Trotzdem ist dies kein Totes Mahnmal. Denn in der Ruine wird einmal wöchentlich ein Gottesdienst unter freiem Himmel abgehalten.
Im Zentrum Kutaissis liegt das Historisch-Ethnographische Museum. Dieses ist weniger reich ausgestattet als die Museen Tbilissis, bietet aber dennoch eine sehenswerte, auf Westgeorgien konzentrierte Sammlung. Ihr Inhalt reicht von archäologischen Exponaten aus vorchristlicher Zeit bis zu Dokumentationen über die Gegenwart.
Der Naturpark Sataplia
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| Stalagtiten |
Das Naturschutzgebiet Sataplia ist eine der Attraktionen der imeretischen Hauptstadt. Der Naturpark erstreckt sich auf einer Fläche von 354 Hektar über die Hänge eines erloschenen Vulkans, des knapp über 500 Meter hohen Sataplia-Berges. Sataplia bedeutet so viel wie der Honigsüße, was sich wahrscheinlich auf die wilden Bienenvölker bezieht. Eine Wanderung durch den natürlich gewachsenen Wald bietet eine einzigartige Gelegenheit, in die Fauna und Flora einer Welt zu wechseln. Nirgends sonst finden sich wie in Sataplia auf engstem Raume seltene Vertreter einer subalpischen Flora neben wärmeliebenden subtropischen Pflanzen.
Seinen Ausbau zum Naturschutzgebiet verdankt Sataplia zwei Funden des Hobbyforschers P. Tschabukiani. Er war auf der Suche nach den Spuren von Urmenschen 1925 im Waldmassiv von Sataplia und fand ein System von Karsthöhlen und seltsamen Fußabdrücke. 1934 wurde Sataplia unter staatlichen Schutz gestellt. Die Karsthöhlen sind für Touristen seit 1978 bequem zugänglich. Sie begeistern mit ihren Raumeindrücken durch die Stalagmiten und Stalagtiten. Man durchquert die Höhlen entlang eines unterirdischen Flusses, der am Südhang des Sataplia aus dem Berg heraustritt. Entlang dieses Hanges schlängelt sich ein Weg, von dem sich ein herrlicher Blick über die Kolchische Tiefebene bis hin zu den
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| Spuren von Dinosauriern |
westlichen Ausläufern des Kleinen Kaukasus bietet.
Nach einigen hundert Metern gelangt man zur zweiten Entdeckung P. Tschabukianis. Vor Millionen Jahren war die Rioni-Niederung eine Meeresbucht, an deren Ufer sich allerlei Getier tummelte, zu dem auch Dinosaurier gehörten. Ihre Fußspuren fand der Hobbyforscher in einer lehmhaltigen Mergelschicht. Augenscheinlich waren hier Familien entlangflaniert, die einen - fleischfressende Räuber - vor 120 Mio. Jahren, die anderen – Vegetarier - 60 Mio. Jahre später.
Die Akademie von Gelati
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| Die Akademie von Gelati |
Dawit der Erbauer ließ als Zentrum des geistigen Lebens die Akademie von Gelati errichten, bei deren Bau er selbst Hand anlegte. Den Grundstein für diese Akademie legte Dawit im Jahre 1106, als er sich gegen seine wichtigsten inneren und äußeren Feinde durchgesetzt hatte. Sein Traum war ein starkes, geeintes Georgien. Die Akademie von Gelati, wie auch die von Ikalto im Osten des Landes, sollte die kulturelle Einheit Georgiens, die Wissenschaften und Künste fördern.
In diesem Sinne lud Dawit namhafte Gelehrte nach Gelati, unter anderem Johannes Petrizi als ihren ersten Leiter, und Arsen Ikaltoeli. Den Unterricht in Gelati organisierten sie nach dem Vorbild der Akademie von Konstantinopel – Geometrie, Arithmetik, Astronomie, Musik sowie Grammatik, Rhetorik und Dialektik.
Baulich besteht die Akademie von Gelati aus drei Kirchen, dem Glockenturm und dem eigentlichen Gebäude der Akademie. Als wichtigste Kirche gilt die der Gottesmutter geweihte. Die Freskenmalerei hält sich an die georgische Tradition: in der Kuppel Christus der Weltenherrscher, in den oberen Zonen an den Wänden und Gewölben Ereignisse aus dem Leben Christi, das Marienleben und die Heiligen.
König Dawits letzter Wille war es, hier begraben zu werden: im Durchgang des Südtores, das seinerzeit der Haupteingang war. Auch im Tode wollte der große König seinen Landeskindern Demut beweisen und legte sich ihnen zu Füßen, denn wer das Gelände der Akademie betrat, mußte über das Grab des Königs schreiten. |